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Hörsaal als Theater mit Forschungslabor
Erste Wismarer KinderUni-Vorlesung 2019

(Wismar) Wenn sich in einem Hörsaal eine Theaterbühne mit Forschungs-laboren befindet, dann ist auf dem Wismarer Campus KinderUni-Zeit. Zur ersten KinderUni-Vorlesung im neuen Jahr laden am Freitag, dem 25. Januar 2019, die Berliner Dozenten Inka Pabst und Holger Haas vom Helle und Leum Tüfteltheater in den Hörsaal 101, Haus 1 auf dem Wismarer Campus ein. Alle wissbegierigen Kinder zwischen 8 und 12 Jahren können wählen, ob sie die KinderUni-Vorlesung zum Thema „Was lehrt uns ein 2200 Jahre alter Gelehrter?“ um 15:00 oder die um 16:30 Uhr besuchen. Anmeldungen sind über die Webseite www.hs-wismar.de/kinderuni möglich.

Helle und Leum, zwei quirlige Forschergeister des Kinderforscherzentrums Helleum, werden in der KinderUni-Vorlesung die Wunderkammer des Archimedes erforschen, seine Entdeckungen und Erfindungen ergründen und seine phänomenalen Gerätschaften aus Alltagsmaterial nachbauen. Dabei sind die KinderUni-Studenten nicht nur als Zuhörer gefragt, sondern ebenso als historische Helfer. Helle und Leum bauen dabei auf die Ideen und Vermutungen der Kinder, damit diese die Forschergeister tatkräftig unterstützen und so auch neue Kenntnisse über Hebel, Schwerpunkt und Kräftewirkung erwerben können.

Helle wird von Holger Haas verkörpert, der seit 2012 im Team des Helleum aktiv ist und zu den Gründungsmitgliedern des 2017 gegründeten Tüfteltheaters gehört. Er hat die Theorie und Praxis des Tüfteltheaters in Workshops und Vorlesungen u. a. auch in der National Pingtung University, Taiwan Studierenden nahegebracht. Der 51-Jährige ist seit 1994 staatlich anerkannter Erzieher und verteidigte 2008 sein Diplom der Sozialpädagogik erfolgreich. Bereits seit 1999 ist er als freiberuflicher Schauspieler vor der Kamera und auf der Bühne aktiv. Holger Haas lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Berlin.

Der Forschergeist an Helles Seite ist Inka Pabst als Leum, die sowohl als Schauspielerin als auch als Songwriterin und Sängerin in Erscheinung tritt, dann unter dem Pseudonym Lady Peppi oder mit ihrer Band Lady Peppi & the Woozy Woofs. Tanzausbildungen am Centre de Danse du Marais in Paris und der Schule für Tanz, Gestaltung und Performance Tanzwerkstatt in Konstanz sowie einer Schauspielausbildung am Europäischen Theaterinstitut folgten Theaterengagements und Tourneen in ganz Deutschland. 2017 erschien Inka Pabsts erstes Buch „Als Oma immer kleiner wurde“. Die 46-Jährige lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Berlin.

Helle und Leum laden Zweitklässler zum Forschen und Tüfteln ein

Durch eine enge Verbundenheit der Berta Hummel-Schule mit dem Schülerforschungszentrum (SFZ®) besuchten am vergangenen Mittwoch, den 15.11.2017, zwei Schauspieler des Tüfteltheaters aus Berlin die Schule.

Alle Kinder der Klassenstufe 2 durften an diesem Vormittag an einer der beiden Vorstellungen teilnehmen. Mit spannenden Experimenten und kniffligen Fragen begeisterten Holger Haas und Inka Pabst, alias „Helle“ und „Leum“ ihr Publikum.

Die beiden Forschergeister des Kinderforschungszentrums HELLEUM erkundeten die Wunderkammer des Archimedes. Gemeinsam mit den Kindern ergründeten sie seine Entdeckungen und Erfindungen.

Unter enormem Krafteinsatz versuchten die Kinder den Forschergeist „Leum“, auf einem Brett durch die Mensa zu ziehen. Da dies nicht wirklich funktionierte, suchten die Schauspieler gemeinsam mit den Kindern nach einer Lösung. Diese fand sich in einer handvoll Rundhölzer. Sobald diese unter das Brett gelegt worden waren, konnten die Kinder mühelos die Schauspielerin auf dem Brett stehend vorwärts ziehen, – „Leum“ rollte problemlos auf ihrem Brett über den Boden.

Aber auch der Frage, ob es wohl ein Kind schafft, stärker als sechs andere Kinder zu sein, wurde experimentell nachgegangen und mit Hilfe eines Flaschenzuges bewiesen.

In eindrücklicher Art ist es den Schauspielern des Tüfteltheaters gelungen, die Kinder für die Naturwissenschaft zu begeistern.

Auf dem Rückweg ins Klassenzimmer waren Stimmen zu vernehmen, die Versuche zur Verdrängung des Wassers doch gleich noch am Abend in der Badewanne auszuprobieren.

HELLEUM Theater „Lass mich doch mal was probieren …“

Premiere des Helle und Leum Tüfteltheaters, ein interaktives Kinderforschertheater für Neugierige, die die Welt gerne selbst entdecken

15.08.2017 | Barbara Halstenberg 



Ein junger Zuschauer hilft Helle und Leum mit einer starken Lampe das Papiersegel eines Spielzeugschiffes in Flammen aufgehen zu lassen © Barbara Halstenberg



Forschergeist Helle ist ganz aufgeregt, Leum hat gestern Nacht einen Stift erfunden, mit dem man Bilder in die Luft malen kann. Voller Begeisterung zeigt er, in seinem langen gelb-blauen Mantel und einem blauen Melonenhut auf dem Kopf,  den Kindern der Kiekemal-Grundschule, wie der Stift funktionieren soll. So richtig klappt das aber nicht. Was aber später im Stück von Holger Haas (er spielt Helle) funktioniert, ist, dass die Kinder voller Begeisterung den beiden Forschergeistern Helle und Leum helfen, den von Archimedes entdeckten Phänomenen wie Hebel, Schwerpunkt und Kräftewirkung auf den Grund zu gehen. Helle und Leum entwickeln gemeinsam mit den kleinen Zuschauer_innen einen Flaschenzug oder finden heraus, dass sich eine schwere Kiste (in der Geschichte bei Archimedes war es ein Schiff) über Rollen ganz leicht transportieren lässt. Dazwischen erzählt Helle voller Witz die Geschichte von Archimedes Einfall in der Badewanne, wie er herausfinden könnte, ob die Krone des Königs tatsächlich aus reinem Gold ist. Immer wieder fällt der Spruch:

„Lass mich doch mal was probieren ...
 denn immer mit dem Kopf studieren ...
 da kriegste ja nen Knoten rein ...
 das muss nicht sein.
 Aaaalso ... ich hab da ne Idee.“

Danach schreiten Helle und Leum zur Tat und bauen mit Hilfe und Ratschlägen der Zuschauerkinder einen weiteren Versuch auf.

Holger Haas, Lernbegleiter im Kinderforscherzentrum HELLEUM und von Haus aus Schauspieler, hat mit „Die un-dichte Krone“ ein Theaterstück über die beiden Forschergeister Helle und Leum produziert, dass er mit seiner Kollegin Inka Pabst aufführt. Das Stück ist für Holger Haas ein Experiment für sich – die Verbindung von Forschung und Theater gibt es in dieser Form noch nicht. Und das Experiment ist gelungen, die Premiere im Juni war ein voller Erfolg, die beiden Forschergeister Helle und Leum haben mit ihrem Witz und Elan und ihrer großartig gespielten Neugier die Kinder begeistert.

Herr Haas, wie sind Sie auf die Idee zu dem Theaterstück gekommen?

Haas: Die Idee, ein naturwissenschaftliches Theaterstück für Kinder zu machen, trage ich schon seit Anbeginn meiner HELLEUM Tätigkeit mit mir rum. Da ich von Hause aus Schauspieler und Diplomsozialpädagoge bin, und das Kinderforscherzentrum kreative naturwissenschaftliche Präsentationen und Lernzugänge eröffnet, musste es früher oder später dazu kommen. Das nun Archimedes und sein Wirken im Mittelpunkt steht, ist zum einen meiner persönlichen Faszination über ihn, zum anderen dem zuletzt entwickelten Mechanik-Workshop „Arbeit schafft's!" zu verdanken.

Was möchten Sie mit dem Theaterstück vermitteln?

Haas: Es bietet eine weitere, sinnliche und kreative, Art und Möglichkeit, Phänomene der Naturwissenschaft dem Kinde nahe zu bringen und es neugierig zu machen. Das es möglich ist, durch aktives Handeln Dinge zu entdecken und wertgeschätzt vorläufige Erkenntnisse zu erlangen. Auch Theater kann naturwissenschaftliche Bildung sein, frei von jeglicher Klassenzimmernorm.

Was sind die weiteren Pläne für das Stück?

Haas: Es soll in die Klassenzimmer gehen, in Berlin und möglichst auch bundesweit, auch in ansässigen Kindertheatern und Kulturveranstaltungen soll gespielt werden. Immer mit dem Hintergrund und der Homebase HELLEUM. Angeboten wird auch ein Rahmenprogramm bestehend aus einer pädagogischen, naturwissenschaftlichen Nachbereitung, ggf. auch für die Lehrer_innen ein Vortrag über das Theater im Kontext der Lernwerkstatt, bzw. über eine Lernwerkstatt und dessen Methodik ...
 Aber auch weitere Theaterstücke mit anderen Forscher_innen/Entdecker_innen und Wissenschaftler_innen und deren Entdeckungen sind denkbar.

Seit wann sind Sie im HELLEUM tätig und wie hat die Arbeit dort Sie zu dem Stück inspiriert?

Haas: Angefangen habe ich im August 2012, quasi von Anfang an. Der erste Workshop „Sonne satt!" fand im Januar 2013 statt. Wie gesagt, bin ich ja auch Schauspieler. Mit dem Tüfteltheater ist es mir gelungen, meine beiden Professionen zu vereinen, Lernbegleiter im HELLEUM und Schauspieler auf der Bühne.
 Den Forschergeistern Helle & Leum habe ich schon recht früh Leben eingehaucht. Rund um die beiden Maskottchen schreibe ich Kurzgeschichten, die den Inhalt der Workshops einleiten sollen. Zum Teil sind sie auf der Homepage zu lesen. Auch die Forscherhymne. Die beiden sind mir also nach und nach ans Herz gewachsen, ich fühle mich verantwortlich für deren Wohlergehen.
 Das entdeckende Lernen wie ich es beinahe täglich auf der Arbeit mit Kindern erfahre, forderte mich heraus, diese wunderbare Bildungsmethodik auch in einem Theaterstück greifbar zu machen. Ein Raum mit dessen Fülle an ansprechendem Material und Phänomenen muss doch auch auf einer "Bühne" mit Figuren, Requisiten und Geschichten transferiert werden können.
 Ein Kinderroman über und mit den beiden ist derzeit ebenso im Entstehen und soll gemeinsam mit einem HELLEUM Fachbuch erscheinen.

Berlin Marzahn-Hellersdorf 8.06.2017

Wissenschaftstheater für Kinder erlebt Uraufführung

Auf spielerische Weise vermitteln Holger Haas und Inka Pabst als die Forschergeister Helle und Leum zum Beispiel die Wirkung einer großen Linse auf die Wärmestrahlung. Nele Genrich (7) von der Kiekemal-Grundschule machte engagiert mit. (Foto: hari)

Berlin: Kinderforscherzentrum HELLEUM

Hellersdorf. Das Kinderforscherzentrum Helleum sucht verstärkt Kitas und Schulen auf, um die Neugierde und Kreativität von Kindern anzuregen. Was im vergangenen November mit den „Tüfteltruhen“ begann, setzt sich nun mit dem „Tüfteltheater“ fort.

Am Kindertag, 1. Juni, erlebte das Theaterstück „Die un-dichte Krone“ im Kinderforscherzentrum Helleum seine Uraufführung. Kindern vermittelt es, was Forschergeist bedeutet und was er bewirken kann. Die Idee zur Umarmung der Wissenschaft durch die Kunst stammt von Holger Haas. Der Sozialpädagoge arbeitet seit der Eröffnung des Helleums 2012 für das Kinderforscherzentrum. Zuvor studierte er Schauspiel und trat in zahlreichen Inszenierungen auf. „Seitdem ich am Helleum arbeite, schwebte mir vor, auch hier etwas mit Schauspiel zu machen“, sagt er. Schließlich seien Kunst und wissenschaftliches Forschen gleichermaßen Formen kreativen Denkens.

Zur Unterstützung des „Wissenschaftstheaters“ holte er sich seine Schauspielkollegin Inka Pabst heran. Die Schauspielpädagogin entwickelte zusammen mit ihm das erste Stück des „Tüfteltheaters“ und tritt mit ihm vor den Kindern auf. Haas und Pabst verköpern dabei „Helle“ und „Leum“, die beiden Maskottchen des Kinderforscherzentrums als lebendige Forschergeister.

Die Uraufführung im Helleum vor einer zweiten Klasse der Kiekemal-Grundschule zeigte: das Konzept geht auf. Die Kinder wurden spielerisch durch gemeinsam zu absolvierende Experimente in die Handlung einbezogen und machten begeistert mit. „Für uns ist dabei besonders spannend, was die Kinder in das Geschehen einbringen“, erklärt Pabst.

Am Ende der Uraufführung gab es viel Applaus und angeregte Gespräche zwischen Darstellern und ihren jungen Mitspielern. Helleum-Leiter Hartmut Wedekind, Professor an der Alice Salomon Hochschule, übergab einen Scheck in Höhe von 5000 Euro des Deutschen Kinderhilfswerks. Das Hilfswerk förderte mit der Summe das Theaterprojekt. hari